Diskussion zum Thema Mütterrente

Geschrieben von Michael Gleißner am Samstag, 27 Juli 2013. veröffentlicht in FU Parkstein

CSU Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt informiert im Parksteiner Steinstadel

Auf Einladung von MdB Albert Rupprecht trafen sich Vertreterinnen des Katholischen Frauenbundes und Frauen Union zur Diskussion zum Thema Mütterrente mit CSU Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt im Parksteiner Steinstadel.

Gerda Hasselfeldt informierte zu Beginn über den aktuellen Stand zur Mütterrente, für die sich vor allem der Frauenbund stark macht. Nach der gegenwärtigen Regelung erhalten Mütter, deren Kinder nach 1992 zur Welt kamen, drei Jahre als Erziehungszeit mit drei Entgeltpunkten in der Rentenversicherung gutgeschrieben. Müttern, die ihre Sprösslinge vor 1992 gebaren, wird nur ein Jahr anerkannt. „Das ist natürlich eine Ungerechtigkeit, und die größte Ungerechtigkeit ist, dass die Erziehungsleistung damit als weniger wertvoll wie die Erwerbstätigkeit abgestempelt wird“, erklärte die Vollblutpolitikerin und zugleich Mutter von zwei Kindern Hasselfeldt.

„Noch dazu kommt, dass früher noch nicht in dem Maße wie heute staatlich geförderte Kindererziehungseinrichtungen zur Verfügung standen und die Mütter zudem meist noch mehr Kinder hatten.“ Daher sei es wichtig Gerechtigkeit zu schaffen. Jedes Jahr zusätzlicher Anerkennung koste dem Bund rund sechs Milliarden Euro. Ein Jahr kann aus einem Polster bei der Rentenversicherung finanziert werden. Um künftige Generationen nicht mit Schulden zu belasten, ist es wichtig, dass die Mittel für die Mütterrente durch eine gut funktionierende Wirtschaft und daraus resultierende Steuereinnahmen gegenfinanziert werden. „Wir haben letzte Woche im Wahlprogramm beschlossen, dass ab 2014 ein Jahr zusätzlich bei der Rentenberechnung berücksichtigt wird“, bestätigte MdB Albert Rupprecht. Hasselfeldt bekannte sich ebenso zum Betreuungsgeld: „Bereits in der großen Koalition war das im Prinzip beschlossene Sache. Steinbrück hatte die Unterstützungsleistung als Finanzminister noch gelobt. Wenn die CSU nicht gewesen wäre, dann wäre das Betreuungsgeld heute nicht Gesetz. Wenn der Staat pro Monat für einen Krippenplatz 1000 Euro ausgeben kann, dann kann man auch die Erziehungsleistung von Eltern mit 150 Euro anerkennen.“ Nicht zu vernachlässigen ist bei diesem Thema auch die häusliche Pflege von Eltern, die ebenso anerkannt werden muss.

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